Friday, November 19, 2010

Monat 2 (und beinahe 3) !!!

Als erstes muss ich mich bei allen entschuldigen, die auf einen Eintrag gewartet haben, welcher bis jetzt nicht eingetroffen ist. Es tut mir sehr leid!! Ich hatte es schon lange vor und habe immer ein Stückchen angefügt. Ich hatte es aber vorletzte Nacht geschafft, irgendwie alles zu löschen und ich habe über 5 Stationen und grosser Zeitinvestition wieder mein Text zurück.

Ich hatte wieder eine aussergewöhnliche Zeit hinter mir. Es war und ist immer was los und schlafen kommt immer zuletzt auf meiner to-do-Liste. Ich versuche auf meine 8h Schlaf zu kommen,woran ich aber meistens scheitere. Die Woche von 27 Sept. war Homecoming Woche. Damit ehrt die Schule ihre ehemaligen Schüler. Für jeden Schultag gab es ein Kleidungsthema und man konnte sich somit entsprechend kleiden. Am Montag z.B. ist Pyjama gewesen. Dann gab es noch Superman und Märchen.


Homecoming Footballgame

Links von mir ist Branwen. Sie ist auch im Chamber Orchestra mit mir.
Gleichzeitig hatte ich eine Aufführung mit dem Wenatchee Valley Symphony Orchestra. Wir haben Rossini - il barbiere di Seviglia und Beethoven - Symphony Nr. 5 vorbereitet für den 16. Oktober. Es war für mich herausfordernd und anspruchsvoll, aber ich kam damit zurecht.


Wenatchee Valley Symphony

Ich habe das Programm relativ gut bewältigt und es wurde ein sehr gutes Konzert!!


Jamil (l) und Crash (r auf dem Bild)
Auf dem Foto sind zwei von meinen besten Freunden abgebildet. Insbesondere Crash. Die ganze Highschool kennt ihn. Viele meiner Freunde meinen, er ist die amerikanische Kopie von mir oder ich bin die schweizerische Kopie von ihm. Er ist sehr, sehr kontaktfreudig. Und es ist einfach immer ein Gaudi mit ihm zu sein.


Den Anzug habe ich von meinem jetzigen Gastvater geliehen und er passt mir erstaunlicherweise.



Am 17. Okt. habe ich die Gastfamilie gewechselt. Ich lebe nun in einer noch verrückteten wunderbaren Familie. Wir wohnen in East Wenatchee und haben einen wunderbaren Blick auf Wenatchee. Besonders in der Nacht. Die  Familie besteht aus Mikel. Susie und Sam. Sam's Schwester lebt mit ihrem Freund in London. Beide Elternteile sind Lehrer. Mikel (oder auch Mike) ist Professor für Ökonomie am College, an welchem auch Sam ist. Susie ist Lehrerin an der Mittelschule, die gegenüber der Highschool liegt. Sam ist ein bisschen jünger als ich, ist aber mein grosser Bruder. Auch wenn ich ihm zeige, wie man sich rasieren muss. Er hat Fächer an der Highschool und am College. Das nennt man Runnin‘ Start. Ich bin nun ein fester Teil dieser Familie. Ich habe mich so schnell und reibungslos eingelebt und habe eine wunderbare, einmalige Zeit mit ihnen. Sie kümmert sich gut um mich. Sam ist ein sehr guter Bruder. Er nimmt mich überall mit. Dafür nimmt er meine Kleider und benutzt meinen Laptop. Die Familie ist aussergewöhnlich musikalisch. Wenn man ein gutes Jazzduo buchen will in Wenatchee, sollte man Mike und Sam buchen. Mike spielt Gitarre oder Bassgitarre und Sam spielt dazu entweder Klarinette oder Saxophone. Sam ist aber auch ein guter Gitarrist und Bassist. Die beiden musizieren zu hören ist phantastisch.
Ich werde nun jeden Morgen zur Schule gefahren und muss somit nicht mehr den Bus nehmen. Gott sei Dank!
wenn mich meine Familie am Morgen aus dem Bett haben will, wecken sie mich mit folgenden Worten “Good morning, Tobias. Wanna go to Jeppers today? So you have to get up quickly!“. Jeppers ist eine Bäckerei die auf Beagels spezialisiert ist und es ist ausgezeichnet. Ich nehme immer eine Zimtrolle und einen Kaffee und dann kann nichts mehr meine Laune dämpfen.


Die Fotos sind von unserem Tagesausflug nach Seattle. Mehr dazu später.


Mikel
Susie























Mein Bruder Sam



Mein bescheidenes Daheim










Der doch atemberaubende Blick auf Wenatchee

























Wir, die 4 Austauschschüler, hatten am 19. Oktober einen Ausflug mit 

einem Schülerverband auf ein Reisli. Wir besuchten Aplets & Cotlets. Das ist eine Fabrik, die auf geleeartige Süssigkeiten spezialisiert ist, welche jedoch nicht zu meinen Favoriten gehört.
Wir haben dann auch noch eine Apfelsaftgewinnungsanlage besichtigt und verschiedene Müsterchen probiert.

Mujaba (sprich: Muschtaba), Lina und Masooma (sprich:Masuma)













Teambesprechung
Quidditch! Wir haben (von neuen Harry Potter inspiriert) Quidditch nachgespielt und sind den ganzen Nachmittag mit einem Besen unter den Beinen umhergerannt, was sehr unterhaltsam gewesen ist.


Mit Crash debatierend, über das Leben und der Wert eines Besens










Am 28. Oktober hatte ich dann endlich meine Rotarypräsentation über die Schweiz. Ich hatte meine, schon in der Schweiz vorbereitende Präsentation kaum merklich abgeändert und sie ohne Notizen vorgetragen. Ich habe versucht ein paar Witze einzubauen, was mir viele positive Rückmeldungen eingebracht hat. Der Klub ist sehr gut und ich fühle mich sehr intergriert und umsorgt. Meine erste Gastmutter und Mutter aller Austauschschüler hat mir für den Rotaryclub ein Plakat gemacht mit Dingen drauf, die ich alles machen will (und soll). Somit kann sich ein Rotarier einschreiben und ein Event auf der Liste übernehmen. Und meine Liste hat schon viele gefüllte Zeilen. 
Einer aus dem Klub, Leonard, hat mich schon zu einem Hockeyspiel genommen. Aber dazu auch später.


Wir haben noch das Konzert der Highschool gehabt. Hier ist Sam (Er spielte hier gerade sein Solo) mit der Jazzband und ich mit dem Kammerorchester. Anzug ist immer Dresscode. Das Niveau war aber definitiv tiefer als das der Symphonie. 

Chamber Orchestra Wenatchee Highschool


Moricia und Gomez Choman
Das Original
Morticia und Gomez Addams













Halloeen wurde natürlich ausgedehnt gefeiert. Schon eine Woche zuvor, haben wir Kostüme wir unsere Kostüme zusammen gesucht. Susie und Mike haben sich Morticia und Gomez Addams verkleidet. Wir hatten Freunde zu Besuch für ein Spiel. Jeder war eine Rolle und man hat das Haus dekoriert. Das Spiel war eine Mördergeschichte von einer Addams Family Geburtstagsparty. Es wurde viel gelacht und jeder hatte ein ausgezeichnetes Kostüm. Ich ging jedoch nicht von Haus zu Haus um Süssigkeiten zu erbetteln.


























Ich hatte die Möglichkeit mit einem Herr aus Rotary, Leonard, zwei Wenatchee Wild Hockey Spiele zu besuchen. Es war zweimal eine unglaubliche Stimmung den ganzen Match durch. Doch die Stimmung hob sich jedes mal, wenn sich eine Schlägerei anbahnte. Und falls es dann zur Eskalation kam, sprangen immer auf und schrien blutrünstig. Es war pure Unterhaltung den ganzen Match. Auch in den zwei Pausen (Eishockey ist 3-teilig und hat immer 20 min Pause dazwischen. Ich kannte jemand backstage und somit habe ich ein signiertes t-shirt und einen originalen Puck bekommen. 






Ich habe Ski gekauft! Ich habe ein Paar "LINE Prophet 100 '09/10" gekauft. Obwohl der Laden in England ist, kostet es im Vergleich zur Schweiz nur die Hälfte. Es sind ein Paar Freeride/Powder Ski. Ich hoffe ich kann bald gehen. Den Pass für das 20 min  entfernte Skigebiet (Es ist von meinem Haus einfach gegenüber am Berg) habe ich schon erworben. Hoffe wirklich, dass es bald so weit ist und dass wir gehen können!

SEATTLE: Ich war in Seattle am letzen Donnerstag am 10. Nov. Und Seattle ist die spannendste Stadt, in der ich je war. Es ist so erstaunlich wie viele verschiedene Leute aufeinander treffen. Wir waren einkaufen und ich habe nun ein bisschen mehr Kleidung, als ich ursprünglich mit genommen habe.

Der erste Wolkenkratzer den ich gesehen habe!

Pflichtprogramm in Seattle ist, auch wenn man keine Zeit hat um grosse Dinge zu tun, man sollte zumindest in den allerersten Starbucks gehen! 
Man muss nicht unbedingt auf die Space Neddl, inbesondere wenn es regnet und so bewölkt ist, was bei uns der Fall war.
Wir waren in vielen verschiedenen Geschäften und suchten passende Kleider für die ganze Famillie. Nun bin ich bereit für Amerika

Der erste Starbucks ist etwa 50 Jahre alt. Er liegt nicht direkt in der Altstadt, sondern näher beim Hafen und Wasser. Er ist eigentlich wie jeder andere Starbucks auch, man kann einfach mehr Souvenir und Kaffeebohnen kaufen. Und man fühlt sich an einem historischen Ort. Das Meiste der Ausstattung ist sehr alt.
Auf jeden Fall werde ich das nächste Mal, den  ersten Starbucks wieder besuchen.
Starbucks


Ich habe die Space Neddle bis jetzt nur aus dieser Perspective gesehen

















Vielen Dank und auf Wiederschreiben!


Monday, September 27, 2010

Erster Monat ist wie im Flug vorbei

Als ich am Dienstag diese Woche am Morgen aufgewacht bin und mich gefragt habe, was für ein Datum ist, wurde mir bewusst, dass ich nun schon einen Monat hier bin. Die Zeit rast.

Seit dem letzten Blogeintrag habe ich viel erlebt.

Ich hatte am 9 Sept. Geburtstag. Die erste Überraschung war im ganzen Haus aufgehängt.
Am Mittag war ich dann am Rotary Meeting. Der Rotary Club sang für mich und ich bekam T-Shirts und Gutscheine. Es ist ein wunderbarer Club. Danke für die Geschenke. Zuhause packte ich dann mein Geburtstagsgeschenk aus der Schweiz aus. Danke für alles, Familie Blatter!! Mein Geburtstagsessen war mit meiner Gastmutter und Alex in Red Robin. Es war ein wunderbarer Tag.


Am Freitag 10 Sept. ging ich mit meinen Kollegen und Kolleginnen ans football game. Es spielte meine Highschool.
Es ist ein ungewöhnliches Erlebnis für mich gewesen, weil ich nie wusste wann jubeln und wann nicht.



Am Samstagmorgen fuhren wir in den Freizeitpark Puyallup Fair als mein Geburtstagsgeschenk von der Familie.

Nicht zu vergleichen mit dem Europapark. Puyallup Fair hat einen tiefen Eintrittspreis, man muss aber sogenannte FunCards lösen. Diese hat dann eine bestimmte Anzahl Punkte (je nach Betrag), die man dann an den Bahnen ausgeben kann. Alex überredete mich für eine Fahrt auf einer Bahn. Die erste Minute war Horror und dann war sie genial.

Ein anderer Unterschied ist, dass Puyallup viel Werbung hat. Wie dieser Pavillon voll mit Whirlpools.








Erholen von der Anstregung und herausfinden ob die Webung hält, was sie verspricht.


Auf den Nachhauseweg gingen wir Krispy Kreme besichtigen. Die beste Adresse für echte doughnuts in ganz Amerika!! Hier kann man die Produkte bei der Herstellung sehen.
Wie das folgende Video zeigt...

video
...sehen sie nicht nur gut aus, sondern sind es auch!!



Es war ein geniales Wochenende.




Am Montag startete wieder die Schule. Und jeder Tag startet mit dem Treuegelöbnis gegenüber der Nation und der Flagge, dem Pledge of Allegiance, wie schon erwähnt im vorhergehenden Blog.
Kammermusik ist das erste was ich habe. Ein guter Start in den Tag. 
Montags ist im Englisch immer "vocabularytest" der Wörter der vorhergehenden Woche angesagt. Mein Resultat kann ich dann (auch die Noten andere Fächer) online abrufen.
Mathematik ist im Moment noch Repetition für mich.
Dafür ist technisches Zeichnen völlig neu für mich. Wir haben schon Papierpfeile gebaut und sie mithilfe komprimierter Luft geschossen. Für ein A musste man 100 Fuss kommen (etwa 30 Meter). Ich kam 94 Fuss.
Französisch ist für mich relativ einfach; Ich war einfach nach 8 Wochen ohne Französisch aus der Übung. Mein Lehrer, Mr. Magnus, kann Deutsch. Das Lustige aber ist, dass er einen französischen Akzent hat (wohlverstanden als Amerikaner).
Geschichte hat gestartet und wird immer wie schwieriger. Der Unterschied zum Geschichtsunterricht den ich in der Schweiz genossen habe, ist dass der Geschichtsunterricht hier amerikaorientiert ist.


Die Schule hat 4 Austauschschüler. Zwei aus Afghanistan, ein Junge (Mujtaba) und ein Mädchen (Masooma), Lina aus Deutschland und mich. Internationales Zusammentreffen. Mit Mujtaba habe ich im Bus schon viel gesprochen und er hat mir einen neuen Blick gegeben auf sein Land. Mit Lina habe ich jemand, mit dem ich Deutsch sprechen kann.

Am Freitag ging ich mit 3 Kollegen ins Kino "DEVIL" schauen. Am nächsten Morgen ging es aber früh ab nach Canada!! Ich schlief im Auto währenddem Alex 3.5 Stunden fuhr.

Es war das Rotary Meeting des Distriktes. Der Distrikt ist in ein amerikanischer und in ein kanadischen Teil eingeteilt. Darum war das Treffen auch in Canada, genauer in Penticton.
Es kamen 33 Austauschschüler aus der ganzen Welt zusammen. 3 Belgier (2 male und 1 female), 3 Deutsche (2 f und 1 m), 3 Brasilianer (2 m und 1 f), ein Tscheche, eine Finnin, 3 Französinnen, 2 Österreicher (1 f und 1 m), ein Argentiner, zwei Däninnen, eine Philippinin, zwei Italienerinnen, ein Ecuadorianer, 2 Peruanerinnen, ein Türke, eine Japanerin, eine Norwegerin, eine Schwedin, eine Thailänderin, ein Holländer, eine Schweizerin und mich. Meine Landesgenossin kommt aber aus Freiburg und spricht nur französisch. Ich habe auf meine beschämende Kenntnisse der Französisch verzichtet und mit ihr auf Englisch kommuniziert.
Ziel des Meeting war eine erste Information über das Rotary Austauschprogramm, Inbound Meeting genannt.



Wir logierten in einem Hotel. Meine Zimmerkollegen waren Gabe aus Brasilien und Pierre aus Belgien. Da es ein 2-Bettzimmer war, hatten  wir vor es irgenwie zu teilen, bis Pierre sich opferte und auf dem Boden schlief. Ich war todmüde (unteranderem auch wegen der Nacht zuvor) und als wir dann um 1 AM endlich ins Bett gingen, hofften wir auf einen 6h Schlaf bis um 7 AM das Programm weiter ging.

Doch um 5 morgen ging der Feueralarm los. Wir mussten sofort das Gebäude verlassen. Und morgens um 5 Uhr im Schlafanzug, noch nicht ganz wach, im Regen zu stehen ist nicht so toll. Und es war NUR ein kaputter Sprenkler gewesen.


Rückblickend war es aber ein geniales Wochenende gewesen. 

Auf dem Nachhauseweg gab es dann noch eine Glace

Der Start in die Woche war wieder hart (vor allem mit dem Manko an Schlaf). Ich habe im Moment weder Zeit noch Lust zu schlafen.

Dienstags wurde ich ins wenatchee symphony orchestra aufgenommen. Ein Orchester mit hohem Niveau. Ich muss noch ein kleines bisschen üben.

Freitag nach der Schule haben ich mit interact (junge Rotarier; Initiative von Mr Magnus) einen Drive-Thru gemacht vor der Highschool, um Geld zu sammeln für ein blindes Mädchen an unserer Schule. Sie kann sich damit einen Computer mit einer speziellen Software kaufen, der ihr ermöglicht besser Notizen zu nehmen im Unterricht. Wir wollten in einer Woche 2000$ sammeln mit verschiedenen Aktionen, hatten nach einer halben Woche den Betrag schon! Also erhöhten wir den Betrag auf 4000$.  
Wir sind 2h neben der Strasse gestanden und haben Plakate hochgehalten und sammelten 1212$!!! Das war ein gewaltiges Gefühl, zu sehen was man machen kann.
Die Aktion schloss Samstag und wir hatten ingesammt 4679$ gesammelt!!

Samstag ging ich auch zum Coiffeur. Ich hatte mich ein bisschen ungenau ausgedrückt und habe nun einen 5-mm-Schnitt. Aber es gefällt mir.

Heute war ein ganz normaler Montag, nur dass ich ein mein Geburtstagspäckli bekommen habe von Sabrina, Vielen Dank, Sabrina!!



..und ich melde mich wieder.

Monday, September 6, 2010

Der Alltag beginnt zu rollen

Nun bin ich schon zwei Wochen in Wenatchee.

Samstag war ich zum ersten Mal in einem Carcinema/Drive-In Theatre. Meine Gasteltern nahmen mich mit um Toystory und Despicable Me zu schauen. Ich habe mich im Vorfeld immer gefragt, ob der Ton über Lautsprecher abgespielt wird. Dem ist aber nicht so. Der Ton des Films wird durch eine bestimmte Radiofrequenz übertragen und der Radio spielt dann den Ton. Nach dem Film mussten wir nur den Motor starten und davonfahren.

Bis dann am Mittwoch die Schule startete hatte ich noch 3 Tage frei.
Am Dienstagabend gingen Richard und ich chinesisch essen. Es gab nur ein Buffet mit allen möglichen Dingen und man nahm, was man wollte und konnte immer wieder zum Buffet gehen. Es gab einen Fix-preis von 25 $ für zwei Personen inkl. Getränke ad libitum (Ich wünsche die Schweiz hätte solche Preise!!). So verliessen wir das Lokal, einiges schwerer.

Mittwoch begann der erste Schultag zwar erst am Mittag (Erste Stunde 12.30 am). Vor der Schule jedoch fuhr mich Robin in einen Drinve-In. Das ist, im Gegensatz zum Drive-Dru, wo man mit dem Auto hineinfährt, parkt, aber das Auto nicht verlässt. Die Bestellung gibt man per Mikrofon und das Essen wird ins Auto gebracht.
Danach war ich zum ersten Mal in einer amerikanischen Highschool.
First periode hatte ich Chamber Orchestra. Viele meiner Mitschüler waren sehr offen und kamen auf mich zu und fragten mich aus. Den Satz, den ich am meisten hörte, war: "Oh, you are from Switzerland? Nice!". Sie erklärten mir dann geduldig meinen Stundenplan. Trotzdem verwechselte ich zweimal den Raum, merkte es aber immer erst 5 min später und als ich schon sass. Aber es war der erste Tag und ich war als Austauschschüler zusätzlich entschuldigt.
Ich habe ja für jedes Fach eine andere Klasse und komme so mit vielen Schüler in Kontakt. Die Lehrer sind sehr kollegial und sind sehr interessiert an Austauschschüler.
Was mir sonst noch aufgefallen ist, ist dass in jedem Zimmer eine amerikanische Flagge hängt.
Ich muss den Schulbus nehmen für in die Schule und wieder nach Hause, weil der Weg von meinem Haus bis zur Schule 20 min Autofahrt ist. Der gelbe Bus hat aber 1h, weil er Kinder im ganzen Viertel aufnimmt und sie an drei verschiedenen Schulen verteilt.
Als ich dann um 4.00 pm nach dieser langen Fahrt endlich wieder zu Hause war, hatte ich so viel Adrenalin, dass mich Robin setzen musste und mir einschärfte doch strukturiert zu erzählen.


Ich schlief nicht so gut und und war am nächsten Tag dementsprechend nicht fit. Es war ein langer Tag und ich döste auf dem Nachhauseweg im Bus. Danach ging es mir wesentlich besser.

Zu Abendessen kam dann meine Gastschwester mit ihrer Tochter Ella. Auf dem Bild füttert sie die Katze mit Schweizer Schokolade, die ich ihr geschenkt habe.










Freitag hatte ich Schule (wieder fit). Einer aus dem Chamber Orchestra fragte mich am Donnerstag, ob ich nicht Schweizer Käse oder Schokolade mitnehmen kann. Er meinte es als Witz und war erstaunt, als ich Ihm am nächsten Tag Schweizer Schöggeli zeigte. Das erhöhte mein Status in den Klassen. Ich ass mit all interessierten Leuten meine Schöggeli.

Ich hatte noch Probleme mit der Lunchtime. Aufgrund der hohen Schülerzahl, hat es zwei Lunchzeiten. Montags habe ich immer die erste Lunchtime und Dienstag bis Freitag die zweite.
Als ich nun (Freitag) nach meinem Mittag in der ersten Lunchtime ins Technisch Zeichnen kam, platzte ich mitten in den Unterricht. Der Lehrer jedoch nah es gelassen und ich hatte ja noch meine Schöggeli...

Meine Gasteltern nahmen mich Samstagabend wieder mit um auswärts essen gehen. Dieses Mal gingen wir in ein Restaurant, welches riesige, heisse Platten hat, worauf man Gemüse garen oder Fleisch braten kann. Die Zutaten soll man selber zusammenstellen und die Köche bereiten es einem zu. Wenn etwas übrig bleibt, kann man es nach Hause nehmen.

Dies ass ich dann Sonntag zu Mittag. Dann gingen wir Golf spielen. Das war mein erstes Mal, dass ich Golf spielte. Richard erklärte mir, wie man am einfachsten beginnt und es gelangen mir ein paar gute Schüsse. Ich durfte auch den Golfcar steuern. Ich weiss nun, wieso Minigolf MINI-golf heisst und warum man ein Golfcar hat.


Viele Früchte haben nun Saison.

Ein Aprikosenbaum





















Weiteres folgt

Saturday, August 28, 2010

Erste Woche in Wenatchee

Eine Woche ist nun vorbei. Die Zeit vergeht wie im Flug. Es gab viel Organisatorisches zu tun.



Am Dienstag kam meine Gastmutter mit mir auf die Highschool um meine Fächer zu wählen. Genommen habe ich Kammermusik, Französisch, Mathematik, Englisch, amerikanische Geschichte und technisches Zeichnen. Ich habe jeden Tag die 6 Lektionen à 55 min in der selben Reihenfolge.


Die Schule ist das pure Gegenteil von der Kantonsschule Olten.
Flach und quadratisch und hat etwa 2400 Schüler.
Für die Schülerkarte mussten wir aber noch einmal kommen.
Die Schule beginnt aber erst am Mittwoch dem 1. September.

Danach gingen wir noch für ein Cello mieten und ich habe eins gefunden.




Amerika ist auto-orientiert. Definitiv. Wenn man etwas erledigen muss oder einkaufen geht; Es geht nicht ohne Auto. Und die Autos sind riesig und brauchen dementsprechend auch Platz. Innerortsstrassen sind immer zweispurig, jeder hat sein eigener Hausweg und die Briefkästen sind am Rande der Strasse, sodass der Pöstler direkt vom Auto die Post liefern und der Hausherr hinausnehmen kann.

Donnerstags war das Rotary-Essen. Alex hatte eine Präsentation, da er ja letzes Jahr in der Türkei war und somit seit Jahr reflektierte. Doch bevor das Meeting startete, mussten wir aufstehen, uns der Amerikanischen Flagge zuwenden und den das "the Pledge of Allegiance" sagen: 


I Pledge Allegiance to the flag of the United States of America
and to the Republic for which it stands
one Nation under God
indivisible, with liberty and justice for all.

Das muss ich noch üben.

Freitag war Kartentag. Die Highschool Karte und das
Busjahresabonnement mussten gemacht werden.
Ich war überrascht als ich in die Bank (Bank of America) kam, um mein Konto zu eröffnen, dass die Schalter kein Schutzglas hatten und man somit mit den Angestellten direkt reden konnte. Das nenne ich Kundenfreundlichkeit.

Weiteres folgt.

Monday, August 23, 2010

Ich bin nun in 319 Teakwood, Wenatchee, WA und habe endlich Zeit meine Reise und meine ersten 2 Tage zu beschreiben.

Die Reise war anstrengend und ereignisreich. Begonnen hatte alles Übel am Boarding-In in Zürich. Nach der Kontrolle durch die Frau am Schalter, vergass ich dort meine Boarding Card. So musste die Flight Attendant im Flugzeug in der Boarding List nachschauen und die Leute hinter mir waren darüber nicht so erfreut. Doch ich hatte meinen Rotary-Blazer an und war somit entschuldigt.

Die Architectur des Flughafens Paris-Charles de Gaulle ist sehr schön. Ich freute mich auf den Flug nach Seattle. Dies trübte sich aber, als ich aus der Passkontrolle genommen wurde und durchsucht wurde. (Ich weiss nicht, ob es an meinen farbigen Koffern lag, dass ich überall raus genommen wurde.) Die 10 Stunden Fliegen überbrückte ich mit Musik hören und Filme schauen.



Das Essen überraschte mich positiv.
Es gab Gaspacho, einen kleinen Teigwarensalat und Poulet an einer Kokosmilchsauce mit Reis. Für eine Mahlzeit auf 10'000 Meter sehr akzeptabel. Vielleicht schreckt die Verpackung ab, aber es ist ja bekanntlich der Inhalt der zählt.


In Seattle suchte dann ich 1 1/2 Stunden den Ausgang vom Arrival zu den Inlandflügen. Da ich keine Minute geschlafen hatte, war ich todmüde.
Amerika ist gross. Das merkte ich auf den ersten Blick. Alles, aber wirklich alles, ist grösser. Die Leute hier haben Platz, davon kann man in der Schweiz nur träumen.













Ich fand den Schalter für die Inlandflüge dann doch noch, checkte ein, bestieg das Flugzeug und flog zum ersten Mal in einem Flugzeug mit Propeller.







Mein Flieger von Seattle nach Wenatchee (30min Flug)
















Nach dieser turbulenten Reise kam ich dann um 5.00 PM am 21. August in Wenatchee ein. Meine Gastfamilie begrüsste mich und ich war so froh endlich angekommen zu sein.
Ganz links ist mein Gastvater Richard. Er ist Chef des lokalen Busunternehmens. Rechts neben mir ist meine Gastmutter Robin. Sie ist zuständig für alle Austauschschüler, auch für die, die von hier gehen. Neben ihr ist mein Gastbruder Alex. Er war bis im Juni für ein Jahr in der Türkei. Wir fuhren danach nach Hause. Richard briet das beste Beef zum Abendessen, das ich je gehabt habe. Ich war so müde, dass ich zuerst einschlief und mich erst danach ins Bett legte.

Am nächsten Morgen war ich schon früh wach (Jetlag) und so konnte ich den Sonnenaufgang sehen. 
Nach dem Frühstück nahm mich meine Gastmutter mit in einen sogenannten grocery store (am Sonntag!!). Ein grocery store ist ein grosser Lebensmittelladen, wo man aber auch no-food Artikel kaufen kann. Es gab unteranderem ein Piano.
Am Nachmittag war sehr windig und so haben Alex & ich Drachen steigen lassen.

Ich melde mich wieder.